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Erfahre im Portrait von JOINT FORCES Club-Mitglied Sonja Gottschalk, wie sie zu ihrem Erfolg gekommen ist und was ihre persönlichen Motive sind.

Name: Sonja Gottschalk

Wohnort: Köln

Business: Google Ads & Onlinemarketing Expertin

 

Wie bist Du zu Deinem Online-Business gekommen?

Ich habe mich in den letzten paar Jahren sehr viel mit dem Thema F.I.O.R. (financial independence & optional retirement) beschäftigt und nach Wegen gesucht, einerseits meine Einkommensquellen zu diversifizieren und zweitens nicht mehr nur Zeit gegen Geld zu tauschen.

Für mich war damals klar, dass ich einen Onlinekurs “brauche”, aber es hat tatsächlich einige Monate gedauert, bis ich endlich das hatte, was sich rundum gut & richtig anfühlt: die Search Mastery, meine Google Ads Membership, die es ohne ein paar vorherige “Fehlversuche” und die entsprechenden Learnings daraus wahrscheinlich gar nicht geben würde.

Wie sieht Dein Business heute aus? Was bietest Du an?

Ich arbeite mit drei Kundensegmenten. Zum einen berate ich große E-Commerce Unternehmen ab 100 Mio. € Jahresumsatz im Online- und Performance-Marketing. Mit diesen Unternehmen arbeite ich 1:1. Dabei kann ich dann fachlich hochspezialisiert arbeiten und richtig in die Tiefe gehen.

Dann gibt es noch die Search Mastery, meine Membership für Dienstleister:innen, Berater:innen und Coaches, die über Google Ads mehr Kunden gewinnen wollen. Für diese Zielgruppe biete ich auch noch weitere digitale Produkte wie Tiny Offers, Online-Kurse usw. an.

Und zu guter Letzt biete ich Agenturdienstleistungen rund um Google an – d.h. Google Ads, SEO, Google Analytics & Tag Manager – für diejenigen, die bereits ein erfolgreiches Geschäftsmodell haben, mit dem sie stärker wachsen möchten, ohne sich um alle Details im Marketing selbst zu kümmern.

Wann ist Dir zum ersten Mal bewusst geworden, dass Du mit Deinem Business Erfolg haben wirst und von nun an davon leben kannst?

Verrückterweise schon relativ bald nach dem Studium, aber ich war noch nicht bereit dafür. Ich habe BWL studiert und hatte den Wunsch, später einmal Projektleiterin in einer Werbeagentur zu werden. Das war damals für mich das Ultimum des Glücks. – Damals.

Ich habe immer sehr viel gearbeitet und eher nebenher studiert als umgekehrt. Ich habe mir damals selbst Webdesign beigebracht, mich neben dem Studium selbstständig gemacht und ein wenig Grafikdesign, Social Media und SEO angeboten.

Als ich mit dem Studium fertig war, habe ich als Online-Marketing-Leiterin in einem Unternehmen angefangen. Ich habe zu der Zeit auch schon öfter Anfragen aus meinem Bekanntenkreis bekommen, um sie im Online-Marketing zu beraten. Ich dachte allerdings: “Das ist noch zu früh. Ich habe noch gar nicht genug Erfahrung. Ich kann doch nicht als Beraterin arbeiten, wenn ich nicht mal eine Zeit lang in dem Job gearbeitet habe. Was soll ich meinen Kunden denn dann erzählen?” 

Mich haben zwar immer mehr Leute gefragt, aber die Erfahrung, die ich bisher gesammelt hatte, war mir selbst noch nicht genug. Ich war einfach noch nicht bereit dafür. 

Also arbeitete ich eine ganze Zeit in verschiedenen Firmen und habe z.B. den Online-Shop für C&A als Country Manager geleitet. Dabei fiel mir immer auf: Ich generierte zig Millionen € für andere, aber bei mir kam keine davon auf dem Konto an. Hinzu kam: In einer Festanstellung erreichst du in der Regel die Ziele von anderen. Aber dauerhaft entspricht das einfach nicht meinem Ziel. Ich hatte immer schon Lust mein eigenes Ding zu machen und wollte mein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das geht aber nun mal nicht in einer Festanstellung. 

Irgendwann war ich dann Marketingleiterin, und der nächste Schritt wäre die Geschäftsleitung gewesen. Aber das wollte ich nicht in einem Unternehmen, das jemand anderem gehört. Ich wäre in dieser Position auch viel zu weit weg von der eigentlichen Materie gewesen.

Da ich mittlerweile genug Anfragen hatte, habe ich mich also 3 Monate hingesetzt, einen Businessplan geschrieben und losgelegt. Zunächst 2014 als Beraterin und seit dem Herbst 2020 auch teilweise online – und mittlerweile findet eigentlich alles bei mir nur noch online statt.

Wer hat Dich auf Deinem bisherigen Weg am meisten inspiriert?

Ich habe in erster Linie weibliche Vorbilder, die ihr Ding machen und die Spaß daran haben, voran zu kommen. Frauen, die sich trotz der einen oder anderen Widrigkeit, die ihnen im Weg steht, durchkämpfen. 

Das sind allerdings eher selten bekannte Persönlichkeiten. Mich inspirieren oft die persönlichen Geschichten von Frauen, die man gar nicht unbedingt aus der Öffentlichkeit kennt. Ich bin z.B. Mitglied bei UN Women und dort habe ich eine Frau kennengelernt, der man ansehen konnte, dass sie mit einer schweren Krankheit kämpft. Sie hätte allen Grund, sich nur auf sich zu konzentrieren, aber sie hat bei einem Treffen mit voller Euphorie erzählt, wie sie Frauen in gewaltvollen Beziehungen hilft. Sie unterstützt diese Frauen dabei, aus den Beziehungen zu entkommen und setzt sich für sie ein. So eine Geschichte haut mich total um und inspiriert mich sehr.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus? Nimm uns gerne einmal im Detail mit durch einen typischen Tag, vom Aufstehen bis zum Ins-Bett-Gehen.

Bei mir sieht tatsächlich jeder Tag anders aus. Das einzige, was alle Tage gemeinsam haben, ist, dass ich für jede meiner Kundengruppen jeden Tag ein bisschen arbeite, denn mir selbst gefällt die Abwechslung dabei. 

Insgesamt versuche ich immer, meinen Tag mit so viel Freiraum wie möglich zu gestalten: Ich mache viel kurze Pausen, gehe oft mit meinem Hund an die frische Luft, mache niemals zu früh die ersten Termine, verplane immer nur höchstens 50% meiner Zeit vorab und bin eigentlich nur dann für Meetings zu begeistern, wenn es etwas Konkretes abzustimmen gibt, wodurch man vorankommt.

Die Lücken in meinem Kalender fülle ich oft damit, Inhalte für meine Membership vorzubereiten, mich um Marketing und Kooperationen zu kümmern oder mich auszutauschen – oder um Sport zu machen oder unter der Woche schon ein paar Dinge zu erledigen, die andere oft erst nach der Arbeit oder am Wochenende tun. 

Oft ist bei mir die Arbeit vorbei, bevor der Tag vorbei ist und das ist gut so. 😊

Ab dann nehme ich mir Zeit für mich und meinen Hund, ein Buch, Netflix oder Freunde.

Wie definierst Du für Dich Erfolg?

Erfolg habe ich, wenn ich letztendlich glücklich mit meiner aktuellen Situation bin. Ich muss gar nicht immer genau mein zuvor geplantes Ziel erreichen. Wenn ich auf dem Weg dahin feststelle, dass mir etwas anderes viel mehr Zufriedenheit bringen würde, dann ist mir das wichtiger und ich passe meinen Weg an.  

Ich habe noch einen Haufen Pläne, die ich alle erreichen will und ich arbeite mich gerade schrittweise immer mehr in die richtige Richtung vor. 😊

Was war Dein bisher wichtigstes Learning?

Ich weiß, dass ich mich zu 100 % auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Das war mir aber nicht immer so bewusst. Ich bin eigentlich ein mega selbstkritischer Mensch. Diese Eigenschaft hat mir das eine oder andere Mal in der Festanstellung auch im Weg gestanden. Wenn mir jemand mit wenig Ahnung sagte, dass ich irgendetwas bestimmt nicht schaffen würde, habe auch ich an meinen Fähigkeiten gezweifelt statt das Urteilsvermögen meines Gegenübers zu hinterfragen. 

Ich habe aber in den letzten Jahren viel an mir gearbeitet und persönlich einen großen Schritt gemacht. Ich habe Dinge ins Auge gefasst, die ich bisher etwas vernachlässigt hatte. Wie z.B. was meine Bedürfnisse sind und wie ich mich als Person definieren möchte. Wie sehe ich mich selbst und inwiefern stimmt das mit dem überein, wie andere mich sehen? Wie wichtig ist mir überhaupt die Meinung der anderen?

Ich bin als Kind so erzogen worden, dass Mädchen immer nett sein und sich benehmen sollten. Mädchen sorgen nicht für Diskussionen und haben sich in die Gesellschaft einzufügen.

Irgendwann habe ich aber gemerkt, es ist absolut ok, wenn man das anders für sich handhabt. Man hat nichts davon, ständig den Erwartungen und Zielen anderer hinterherzulaufen. Wichtig ist, dass ich für mich selbst definiere: Wo will ich hin? Was will ich erreichen? Welche Werte sind für mich wichtig?

Wenn manche Leute nicht dieselben Einstellungen und Werte wie ich haben, sind das meistens genau die, die mir auch nicht gut tun oder die nicht zu mir passen. Diese Entwicklung durchzumachen war sehr wichtig für mich. 

Ich habe gelernt, dass ich mich auf mich selbst eigentlich immer verlassen kann und wenn ich mir selbst vertraue, dann läuft zu 99% alles prima. Erfreulicherweise hat mich das auch fachlich sehr viel weiter gebracht. Ich funktioniere im Autopilot super und so schaffe ich viele Dinge im Business viel, viel schneller. Mein Tempo ist stark angestiegen, seitdem ich mich einfach auf mein Bauchgefühl verlasse.

Welche war bisher Deine beste Business-Entscheidung?

Mich überhaupt selbstständig zu machen. Es ist so viel entspannter für mich. 

Und die zweitbeste Entscheidung war, öfter mal Nein zu sagen.

Ich habe als direkte Beraterin angefangen und dann bist du immer von deinen Kunden abhängig. Hast du keine Kunden, hast du kein Geld – hast du zu viele Kunden, hast du ein Zeitproblem. Irgendwie passte es am Anfang nie 100%ig.

Ich habe zu Beginn einige Projekte angenommen, bei denen ich schon gespürt habe: Das ist nicht so der Hit, aber ich mache es trotzdem.

Irgendwann habe ich dann angefangen, nein zu sagen, wenn mir Kundenanfragen seltsam vorkamen, ohne mich überhaupt weiter darauf einzulassen.

Die ersten Male war das nicht ganz einfach. Aber mittlerweile fällt es mir ganz leicht. Vielleicht auch, weil ich mittlerweile festgestellt habe:

Wenn du deinen Job gut machst, sind Kunden sind wie Limetten im Supermarkt: Es gibt immer genug davon. Du musst nicht mit allergrößter Kraft den letzten Rest aus jeder einzelnen Limette rausquetschen. Anders ist die Zusammenarbeit viel entspannter für beide Seiten.

Was war bisher Deine größte Business-Herausforderung?

Auf jeden Fall auch das Neinsagen. Zuerst hat man Sorge, was alles passiert, wenn man klare Grenzen setzt. Aber im Endergebnis wird alles dadurch einfach nur deutlich entspannter.

Was war das bisher das wichtigste Ereignis in Deinem Leben, außerhalb des Business?

Vor ein paar Jahren habe ich eine sehr schlimme Zeit durchgemacht und schreckliche Dinge erlebt, von denen ich zuvor dachte, dass dir sowas nur im FIlm passiert. Glücklicherweise hatte ich irgendwann die Kraft aus dieser Lage zu entkommen.

Ich habe rundum aufgeräumt und vor allem über die Einstellung zu meinem zukünftigen Leben nachgedacht und darüber, was ich eigentlich erreichen will. Das Thema “finanzielle Unabhängigkeit” wurde für mich relevanter denn je, denn ich dachte früher immer, wenn du nicht schon reich geboren wirst, wird das eh nichts. Ich hatte das Gefühl, dass ich diese Einstellung dringend überdenken muss, habe mich informiert und gemerkt: Im Grunde habe ich alles vollkommen selbst in der Hand und kann viel mehr erreichen, als ich bisher immer dachte. Ich habe dadurch auch ganz andere Entscheidungen für mein Business getroffen. 

Ich habe mein Leben komplett neu sortiert und so geordnet, wie es für mich perfekt ist. Das war ein starker Einschnitt für mich, alles wieder auf Null zu setzen und einfach wieder komplett eigene Entscheidungen treffen zu können. – Und das hat mir nach den vorangehenden Ereignissen richtig gut getan.

Was wolltest Du unbedingt immer schon einmal machen (Business oder privat)?

Ich habe ganz viele Ziele auf meinem Visionboard. Ich habe mir für jedes ein schönes Polaroid drucken lassen. Das Board ist ganz voll davon. Es sind mindestens 40-50 Bilder darauf. 

Durch die ganzen Infos, die ich im Laufe der Zeit zum Thema finanzielle Unabhängigkeit aufgesogen habe, bin ich Fan der FIOR-Bewegung geworden. Ich habe mir das Ziel gesetzt, dass ich allerspätestens mit 60 in Rente gehen kann. Das hört sich vielleicht nicht früh an, aber ich habe ja auch erst mit Ende 30 angefangen, richtig darauf hinzuarbeiten. Mein Ziel ist es, komplett unabhängig zu sein. Ich möchte mein Schicksal selbst in der Hand haben und nicht auf andere angewiesen sein. Wenn das alles so klappt, kann ich mit 60 faulenzen… Auch wenn ich absolut gar nicht der Typ bin, der dann gar nichts mehr tut. Aber dann wäre ich vollkommen frei und könnte mir jeden Tag aufs Neue aussuchen, worauf ich Lust habe.

Wie lautet Dein persönliches Motto?

“Hör auf dein Bauchgefühl.”

Hier geht es zu Sonjas Webseite und vernetze Dich gerne mit ihr auf folgenden Kanälen:

Ich habe durch JOINT FORCES ganz viele tollen Unternehmerinnen kennengelernt, mit denen ich zum Teil auf anderem Weg wahrscheinlich gar nicht in Kontakt gekommen wäre, weil unsere Gemeinsamkeiten oft weniger darin bestehen, was wir unseren Kund:innen anbieten, sondern eher darin, wie wir über bestimmte Themen denken. 

Mir gefällt besonders gut, dass ich im Club viele Möglichkeiten habe, z.B. an Zoom-Calls, Barcamps & Co. teilzunehmen, mir Tipps zu holen und mich auszutauschen – aber auf die Art, die mir gerade zeitlich und persönlich passt.

Durch meine Mitgliedschaft habe ich bereits mehrere Aufträge gewonnen, Kooperationspartner*innen gefunden, Masterclasses gehalten – und natürlich profitiere ich auch vom Erfahrungsaustausch untereinander.

Sonja Gottschalk

Google Ads & Onlinemarketing Expertin

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